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Es ist vollbracht, Yoko ist kastriert

Es war wohl die schlimmste Stunde, voller Ungewissheit. Yoko wurde heute, 19. Dezember 2017 kastriert. Tolles Weihnachtsgeschenk nicht wahr?! Wir haben uns so entschieden, da es in der letzten Woche zu sehr viele Machtkämpfe zwischen den beiden kam. Nun kehrt hoffentlich bald Ruhe ein. Im heutigen Blog stelle ich euch das Kastrieren des Rüden vor. Viel Spass!


Folgende Gründe haben uns dazu geführt

  • das störend viele markieren
  • sein Verhalten
  • Sexualtrieb
  • Machtkämpfe

Die Meinung sind zwei Spaltig, doch es kann wirklich sein, dass sich das Verhalten durch die Kastration minim positiv verändert. 

Wir waren lang hin und her gerissen, doch nun sind wir zum Entschluss gekommen. Der Auslöser war natürlich die ständigen Machtkämpfe, sowie das Mopstreffen mit Moka. Yoko hatte nichts anderes im Kopf, als die Dame zu besteigen und das den GANZEN Spaziergang lang!! Es war nicht nur ein Stress für Yoko, auch für uns Hundebesitzer! So ist das Beste für ihn, wenn er kastriert wird. Lange schlaflose Nächte haben mich geplagt, da es ja heisst, Möpse und Narkose ist keine gute Kombination. Und doch bin ich positiv Eingestellt und vertraue meinem Tierarzt! - mit Erfolg!


Theorie zur Kastration

Die Gründe für eine Kastration:

  • Das geschlechtsgebundene Verhalten zu unterbinden
  • Insbesondere, wenn Hunde viel markieren (urinieren)
  • immer auf der Suche nach läufigen Hündinnen 
  • Rüde hat einen übersteigerten Sexualtrieb 

Jetzt zum spannenden Teil. Bei Dominanz- oder Aggressionsverhalten, gegenüber Hunden oder Menschen sollte man sich klar sein, dass das Fehlverhalten in der Regel einen Teil ausmacht. Der Rest ist angeeignet oder angeprägt. Daher sollte man sich im klaren sein, dass die Kastration alleine dieses Verhalten nicht unterbindet! Aber es kann gut sein, dass es eine Verbesserung bringt. Kastrierte Rüden leben Durchschnittlich ein Jahr älter als unkastrierte. Der Grund dafür ist, dass gewisse Krankheiten nicht auftreten können wie Hodentumoren oder gewisse Prostataerkrankungen. 

 

Die Alternative: Chemische Kastration

Dies ist ein auflösbares Hormon-Implantat, um den Rüden hormonell ruhig zu stellen. Die Wirkung sollte mindestens 12 Monate anhalten. Der Nachteil: Zu Beginn zeigt der Rüde ein verstärktes Rüde Verhalten. 
Der Vorteil: Man sieht den Effekt.

Du willst mehr zu dem Thema? Weiter zum Blog

 

Die Kastration

Der Rüde wird in eine Vollnarkose gelegt und ihm werden beide Hoden vollständig entfernt. Würden Rüden nur unterbunden werden, würde er das Verhalten nicht verlieren, sondern nur sein Fortpflanzungsfähigkeit. 

Man empfiehlt, die Kastration mit 6 - 12 Monaten durch zuführen, da der Rüde sonst sein Verhalten sich angewöhnt ist. Kastriert man zu früh, hat er ein etwas Welpen ähnliches Verhalten.


Vorteile und Nachteile

  Vorteile

•    keine triebbedingte Frustration

•    besserer Umgang mit Hunden des gleichen Geschlechts

•    längere Lebenserwartung

•    grössere Ausgeglichenheit

•    verbesserte Konzentration

•    kein Markierungsdrang

 

Nachteile

•    eventuell Veränderung des Fells

•    allgemeines Operationsrisiko durch invasiven Eingriff

•    Infektionsrisiko nach der Operation

•    einige Tage eingeschränkte Bewegungsfreiheit

•    etwas gesteigerter Appetit

 

Nun seid ihr mit Wissen geladen, ich hoffe ich konnte ich das Thema Kastration näher bringen und konnte helfen bei der schwierigen Entscheidung!


Vorher

Nachher

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