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Chemische Kastration des Rüden

Ein Hallo zu euch.  Am 13. Oktober war es soweit, ein Tierarzt Besuch wartete auf uns. Und zwar haben wir uns nach langem Gespräch mit der Tierärztin für eine Chemische Kastration entschieden. Einen grossen Einfluss war East. Mit einer Chemischen Kastration können wir sehen wie sein Verhalten entwickelt und wie sich die beiden verstehen werden. 


Die chemische Kastration

Eine chemische Kastration ist eine Alternative wenn man sich unsicher ist, ob man den Rüden wirklich kastrieren möchte.

Aus einem kleinen Chip besteht die chemische Kastration. Es ist ein selber Chip wie der Mikrochip zur Kennzeichnung.

Der Chip enthält Deslorelin, ein Wirkstoff der über die Dauer von sechs bis zwölf Monaten an den Organismus abgegeben wird.


Wirkung des Chips

Das Hormon Gonadotropin-Releasin, kurz GnRH, wird vom Körper eigentlich regelmässig ausgeschüttet. Das im Implantat enthält Deslorelin, dieses hat eine Ähnlichkeit mit dem GnRH. Durch diese Abgabe wird der Organismus des Rüdens quasi „verappelt“. Denn durch diese Abgabe des Stoffes werden gewisse Rezeptoren blockiert und der Körper erhält die Info, dass es von den Geschlechtshormonen schon genug produziert worden sind und es keine weiteren mehr braucht. Und daher stellen die Hoden keine Geschlechtshormone mehr her. Klingt kompliziert, ist aber so.


Wo wird es platziert?

Das Implantat wird mit einer Spritze in den Nacken des Tieres unter die Haut gesetzt. Das ist eine Sache von ein paar Sekunden. Dem Tier tut es meist gar nicht weh!


Wann wirkt das Implantat und wie lange?

Das Implantat wirkt erst nach 6 - 8 Wochen. Dann stärkt sich das typische Rüdenverhalten. Und der Chip hält bis zu 13 Monaten. Nicht erschrecken, die Hoden verkleinern sich in dieser Zeit um 1/3!


Verhalten und chemische Kastration

Da das Implantat die Geschlechtshormone verringert, werden von diesem Hormon verrursachte Verhaltensweisen eingedämmt. Das betrifft das Auftreten, Urinmarkieren, und das ständige Schnuppern.

Die anderen „aggressiven“ Verhaltensweisen werden durch das Implantat nicht verändert! Denn das ist beim Hund einfach angewöhnt! Da heissts erziehen, erziehen!


Vor- und Nachteile des Implantats

Vorteile

  • Rüden sind vorübergehend zeugungsunfähig
  • Unerwünschtes Seuxalverhalten verschwindet teilweise oder ganz
  • Aggressionen gegenüber anderen Rüden kann abnehmen
  • Keine Narkose nötig
  • Gut um zu beobachten

 

Nachteile

  • Fellveränderung
  • Hunde mit einem Körpergewicht unter zehn Kilo, kann die Wirkung länger anhalten
  • Keine Studie hat nachgewiesen, ob der Hund nach dem Chip wieder zeugungsfähig wird.
  • Kostenfrage, da es teurer kommt als eine normale Kastration
  • Rüdenverhalten wird sich verstärken.

Erfahrung

Zuerst Mal sind wir sicherlich froh, dass wir es getan haben. Aber wie schon bei den Nachteilen erwähnt, verstärkt sich das Rüdeverhalten. Und dies können wir heute noch beobachten, nach sechs Monaten!!

  • markieren auch IN DER WOHNUNG!!
  • Aufsteigen bei Hündinnen
  • Minim dominanter
  • mehr bellen

Wir sind sehr gespannt wie er sich nach den acht Wochen entwickelt. Gerne berichte ich dann nochmals. Falls ihr euch aber für eine normale Kastration entscheidet: Hier zum Blog.

 

-> Da es nach zehn Wochen immer noch gleich ausschaut, haben wir uns nun entschieden, Yoko ganz zu kastrieren! 

 

Was haltet ihr von der Chemischen Kastration? Schreibe deine Meinung in das Kommentar Feld.

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